Promotionskandidat:innen HUI WANG (KATT)

Hui Wang ist Doktorandin der Kunstgeschichte und Bildwissenschaft am Center for Asian and Transcultural Studies (CATS) und Mitglied der Heidelberger Graduiertenschule für Geistes und Sozialwissenschaften (HGGS). Sie ist in Kunstgeschichte und kulturwirtschaftlicher Geschichte ausgebildet und verfügt über eine regionale Spezialisierung auf Ostasien. In ihrer aktuellen Forschung und Lehre beschäftigt sie sich mit der Geschichte, Theorie und Historiografie der Kunst in Ostasien, insbesondere in Japan und Tibet. Darüber hinaus befassen sich ihre Arbeiten mit visuellen Ökonomien und Kulturpolitik sowie mit Museen-, Kulturerbe-, und Ausstellungspraxen. Diese Themen sind in breitere Diskurse der Kritischen Theorie, der Globalen Kunstgeschichte, der Transkulturation, der Bildwissenschaft und der visuellen Technologien eingebettet.

Ihre Dissertation Cartoon Art at the Turn of the Millennium: Art, Globality, Counterculture, and Metaverse of the Spectacle untersucht neo-pop Kunst, die sich durch Cartoon-Ästhetiken, kommerzielle Produktionsweisen, populäre Medien und gegenkulturelle Praktiken auszeichnet, mit einem Schwerpunkt auf Fallstudien aus Ostasien. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Erweiterung kritischer und empirischer Ansätze der globalen Gegenwartskunst, indem es die Infrastruktur künstlerischer Produktion, institutionelle Konstrukte, ästhetische Politiken, soziale Partizipation und kunsthistoriografische Fragestellungen berücksichtigt. Ihre Forschung bereichert die Diskurse zur japanischen Kunstgeschichte der Nachkriegszeit, zur zeitgenössischen chinesischen Kunst sowie zu globalem Modernismus, Postmodernismus und Avantgarde.

Hui hat ihren M.A. (1,3) in Transcultural Studies an der Universität Heidelberg erworben, wo sie sich auf Kunstgeschichte und Japanologie spezialisiert hat. Sie absolvierte zusätzliche Studien- und Forschungsaufenthalte an der Kyoto University in Japan. Ihren B.A. erwarb sie im Fach Russische Studien und erhielt weitere Ausbildungen in Kulturpolitik, Kreativwirtschaft und Kunstunternehmertum an der Sorbonne Université und der Università Ca' Foscari Venezia, wo sie mit Auszeichnung (30 e lode) abschloss.

Außerhalb der akademischen Forschung war Hui im Kulturbereich der UNESCO tätig und hat an verschiedenen innovativen Kunstprojekten und kuratorischen Initiativen mitgewirkt. Ihre praxisorientierten Arbeiten verbinden kunsthistorische Forschung mit Kulturpolitik, wirtschaftlichen Produktionsprozessen und gesellschaftlicher Entwicklung und spiegeln ihr Engagement wider, wissenschaftliche Erkenntnisse mit gesellschaftlich relevanten und kreativen Praktiken zu verknüpfen.

Hui Wang

Publikationen

  • Book Chapter: A Transcultural Depiction of Tibetan Buddhist Art: Nicolas Roerich and the ‘Banners of the East’ (Una representación transcultural del arte budista tibetano, Nicolái Roerich y los “Estandartes de Oriente”). Subjetividades orientalistas. Tomo I. Imaginarios. San José: Editorial de la Universidad de Costa Rica, Colecciones del Pacífico, Colección de Estudios sobre las Creencias y las Religiosidades, 2024.
  • Lineage of Line Age — Transculturation of Global Play-scape, Video Gaming in East Asia. Recreation and Society in Africa, Asia and Latin America. Vol 7 (2019): Recreating Recreation. Page 39-65.
  • The ‘Bodyscape’: Performing Cultural Encounters in Costumes and Tattoos in Treaty Port Japan. Global Histories, A student Journal. Vol 3, No. 1 (2017). Page 85-107.
  • INTERFACE, curatorial introduction to Retrospective: Tong Zhengang 2020-2024, exhibition tour, 2024.
  • Nothing Odd, curatorial introduction to “What were you wearing when you were raped?”, art and new media exhibition, Provincial Museum of Heredia, Costa Rica, 07.2019.